IOTT 2017…

Auch heuer ging es wieder schotterwärts….

Die IOTT 2017  (ItalienOffroadTorTour) begann am 1.6.2017, genauso wie der Regen.

Georg ( KTM 990 Adventure), Wolfgang ( KTM 1190R Adventure) und ich ( BMW R1100GS) starteten pünktlichst um 0905 Uhr von der Tankstelle unseres Vertrauens.

Die Reise führte uns über Mariazell, Wildalpen usw. nach Hermagor, wo wir im schönen Lerchenhof übernachteten.

Am nächsten Morgen ging es, bei bestem Wetter frisch und munter Gen-Italien…. über die Straniger-Alm und den Passo Polentin. Auf diesem überquerten wir die grüne Grenze ins Friaul.

Wir nahmen Kurs auf den Monte Paularo und den Zoufplan, eher wir weiter auf die Panoramica delle Vette wollten. Leider begann es im Tal schon wieder zu regenen, weshalb wir vor der Auffahrt zur Panoramica eine Kaffeepause in Ravascletto einlegten.

Nach ca. 30 Minuten kam ein motorradfahrender Italiener auf uns zu, welcher uns wild gestikulierend zu erklären versuchte, das sein Kollege mit ca. 0,0001 bar Restdruck im Hinterreifen auf dem Weg hierher war und gab uns zu verstehen, das er dringendst Bedarf an Reifenflickzeug hatte.

Das war mein Stichwort…..3 Jahre hatte ich, vollkommen unnötig, das Profireifenflickzeug mit mir herumgeschleppt. Als ob meine 11er nicht eh schon schwer genug wäre. Aber jetzt konnte ich es endlich nutzen.

Das Unternehmen war von Erfolg gekrönt, wir wurden auf unsere vorab konsumierte Mahlzeit inkl. Kaffee eingeladen und setzten unsere Reise Richtung Panoramica fort.

Etwa ab der Hälfte der ca. 29 km langen Panoramastraße begann es gar wild zu regnen, es donnerte und in der ferne konnte man Blitze erkennen. Wir hatten Glück und fanden Zuflucht auf der Malga Chiadinas wo wir unser Nachtlager in Stockbetten bezogen.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter auf der Panoramica delle Vette und bogen ab Richtung Forcella Lavardet. Leider war die Straße gesperrt. Wir änderten unsere Pläne und versuchten unser Glück bei der Malga Losa (Passo della Forcella).

Weiter über die Sella di Razzo und hinauf Richtung Rifugio Baion wo schon ein Espresso auf uns wartete. Danach starteten wir auf den Col Vidal mit dem sehenswerten Forte Vidal.

An diesem Tag übernachteten wir in Belluno.

Tag 4 ….begann gleich mal mit dem eindrucksvollen Passo di San Boldo welcher mit seinen 5 übereinanderliegenden Kehrtunneln auftrumpft…….very sexy.

Danach folgte der Monte Grappa, auf dessen Gipfel  sich ein Denkmal und Ossarium befindet, außerdem ist es die letzte Ruhestätte von ca. 23.000 Soldaten aus dem ersten Weltkrieg.

An diesem Tag ging es zum entspannen an der Gardasee nach Lazisse.

 

Hier das Video Tag 1 bis Tag 4

 

 

Am 5. Tage…..

starteten wir wie jeden Tag um 8:30 die Motoren und knatterten  auf den Monte Verena zu. Der Weg führte uns vorbei an Base-Tuono mit ihren Nike-Raketen-Feuerstellungen. Weiter ging es hinauf auf den Monte Verena, wir kämpften uns die alte Militärstraße empor, schwitzend und stinkend erreichten wir den Gipfel.

Da waren wir, die Bezwinger  des Berges, die Meister des Reiseenduro offroad fahrens…alleine auf weiter Flur, einem Zeil nahe, das seit fast 100 Jahren kein menschliches Auge mehr erblickt hatte……wir waren Helden……bis….ja bis…..

wir um die Ecke bogen und den Sessellift sahen der die Skifahrer zur Bergstation brachte welche sich ca. 5 Meter neben dem Fort befand 👿 

Na gut dann halt nicht, egal wir machten uns auf das Fort zu erkunden.

 

Tag 6….

Am Vorabend hatten wir in der örtlichen Pizzeria zu Abend gegessen und dabei eine alte Karte der Region entdeckt, auf dieser war ein uns unbekanntes Bauwerk aus dem 1.Weltkrieg  markiert. Also war das unser erstes Ziel Forte Coldarco. Ein in den Fels gehauerner Tunnel welcher 75mm Kanonen beherbergte.

Nachdem es sich um eine relativ kleine Anlage handelt, war diese schnell besichtigt und es ging weiter zum Forte Leone auf die Cima di Campo.

 

 

Jetzt kam meinen „Angst-Pass“ . Ich hatte natürlich vorab genau recherchiert  und zu jeder Schotterstraße nach Videos im Netz gesucht. Auch beim Passo del Brocon bin ich fündig geworden. Die Alte Südrampe (SG4 nach Denzel)  war ganz schön……oag (arg, krass, interessant, speziell…..) egal. Wir hatten zwar einige Probleme den Einstieg zu finden, aber ein Netter BMW GS Fahrer zeigte uns den richtigen Weg. THX BRO.

Am Pass angekommen war ER auch wieder da…..THE AR*’§……Regen. So verbrachten wir die Mittagspause im Restaurant und verlängerten sogleich um eine Kaffeepause inkl. Torte. Als der AR*’% nach 2 Stunden fertig war, ging es auch für uns weiter …..

Tag 7

Zurück in der Heimat ging es gleich mal rechts weg auf die Silianer-Hütte und weiter zur Absprungrampe für Paraglider und Drachenflieger.

Wieder unten angekommen schafften wir auch noch das letzte Stück nach Gmünd in Kärnten, wo unser Freund Andreas mit seiner neu erworbenen BMW F800GS bereits auf uns wartete. Gemeinsam bezogen wir ein Nachtlager und starteten am letzten Tag wie gewohnt….

Tag 8

bevor es zurück ging, besuchten wir noch die Kölnbreinsperre….sehr geil. Dann ging es zurück über die Nockalmstraße, Turracher-Höhe usw. nach Niederösterreich.

Hier das Video Tag 5 bis Tag 8

8 Tage, 2400km und jede Menge Spaß…..das war unsere Tour 2017…ich hoffe es hat euch gefallen